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Freizeit-Monitor 2020

Die BAT-Stiftung für Zukunftsfragen stellte am 17. September 2020 ihren „Freizeit-Monitor 2020“ vor. Für die seit 1986 regelmäßig durchgeführte Studie wurden über 2.000 Personen im Alter von 18 bis 74 Jahren repräsentativ zu ihrem Freizeitverhalten sowie zu den Sonderthemen „Freizeit in Coronazeiten“ und „Freizeitwünsche“ befragt.

Kernergebnisse:

  • DIE HÄUFIGSTEN FREIZEITAKTIVITÄTEN DER BUNDESBÜRGER: Erstmals Internet vor Fernsehen
  • FREIZEITAKTIVITÄTEN IM 5-JAHRES-VERGLEICH: Eher einsam als gemeinsam
  • ZEHN VERSCHIEDENE FREIZEITAKTIVITÄTEN PRO TAG: Mehr tun in gleicher Zeit
  • FREIZEIT IN CORONAZEITEN: Privat. Pragmatisch. Produktiv
  • WAS WIR GERNE HÄUFIGER MACHEN WÜRDEN: Aktiv. Regenerativ. Kommunikativ.

Die häufigsten Freizeitaktivitäten der Bundesbürger: Erstmals Internet vor Fernsehen

Für gut 30 Jahre war das Fernsehen das Leitmedium der Bundesbürger. Keine andere Freizeitaktivität wurde so häufig und regelmäßig genutzt wie die Programme der öffentlich-rechtlichen und privaten Sendeanstalten. In diesem Jahr liegt erstmals das Internet auf dem Spitzenplatz und lässt Fernsehen recht deutlich hinter sich.

96 Prozent der Bundesbürger nutzen regelmäßig (wenigstens einmal in der Woche) das grenzenlose Onlineangebot des World Wide Web als Informationsquelle, Kontaktbrücke, Spiele- oder Unterhaltungsplattform. Mit einigem Abstand folgt das Fernsehen (86%) auf Platz zwei, knapp vor der Computer-/Laptop- oder Tabletnutzung (83%).

Auch auf den weiteren Plätzen zeigt sich die Dominanz der Medien in der Freizeitgestaltung: Privater Mailverkehr, Musik und Radio hören und mit dem Smartphone spielen, surfen und chatten. Abgerundet werden die Top 10 der Freizeitaktivitäten mit einer regenerativen („Seinen Gedanken nachgehen“) und zwei sozialen Aktivitäten: „Gemeinsame Zeit mit dem Partner verbringen“ und „Über wichtige Dinge reden“.

Created with Highcharts 3.0.4Grün: Medial / Blau: Regenerativ / Grau: Sozial / Hellblau: Aktiv seinDie häufigsten Freizeitbeschäftigungen der Bundesbürger Erstmals Internet vor FernsehenVon je 100 Befragten nennen als regelmäßige Freizeitaktivität (wenigstens einmal pro Woche):968683818075726867666561605757555553Internet nutzenFernsehenComputer, Laptop, TabletPrivate E-Mails lesen/schreibenMusik hörenRadio hörenMit Smartphone spielen, surfen, chattenSeinen Gedanken nachgehenZeit mit dem Partner verbringenÜber wichtige Dinge redenSocial-Media nutzenTelefonieren (von zu Hause)Faulenzen, Nichtstun, ChillenKaffeetrinken/Kuchen essenAusschlafenSich in der Natur aufhaltenSpazieren gehenTelefonieren (von unterwegs)www.stiftungfuerzukunftsfragen.de
Daten als Tabelle
Die häufigsten Freizeitbeschäftigungen der Bundesbürger Erstmals Internet vor Fernsehen — Von je 100 Befragten nennen als regelmäßige Freizeitaktivität (wenigstens einmal pro Woche):
Internet nutzen96
Fernsehen86
Computer, Laptop, Tablet83
Private E-Mails lesen/schreiben81
Musik hören80
Radio hören75
Mit Smartphone spielen, surfen, chatten72
Seinen Gedanken nachgehen68
Zeit mit dem Partner verbringen67
Über wichtige Dinge reden66
Social-Media nutzen65
Telefonieren (von zu Hause)61
Faulenzen, Nichtstun, Chillen60
Kaffeetrinken/Kuchen essen57
Ausschlafen57
Sich in der Natur aufhalten55
Spazieren gehen55
Telefonieren (von unterwegs)53
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Freizeitaktivitäten im 5-Jahres-Vergleich: Eher einsam als gemeinsam

Im Jahresvergleich 2015 bis 2020 zeigt sich auf den ersten Blick die zunehmende Dominanz der neuen Medien. So spielen, chatten und surfen deutlich mehr Bürger mit dem Smartphone als in der Vergangenheit. Auch Social-Media-Angebote, Videospiele und Onlineshopping werden immer öfter genutzt.

Gleichzeitig verändert die Pandemie aber auch das soziale Miteinander und Aktivitäten mit der Familie werden intensiviert. So unternehmen die Bürger mehr Tagesausflüge, gehen öfter campen oder vertreiben sich die Zeit häufiger mit Karten- und Gesellschaftsspielen.

Weniger Zeit nehmen sich die Bundesbürger dagegen für erholsame Tätigkeiten. Ob Mittagschlaf, ausschlafen oder sich in Ruhe pflegen, auf dem Sofa Fernsehen oder Radio hören – alles wird derzeit seltener ausgeübt als noch vor fünf Jahren.

Erstmals seit Jahren wird zudem weniger telefoniert – sowohl mobil als auch per Festnetz. Erklärt werden kann dies mit dem zunehmenden Angebot an alternativen Kommunikationsformen von Kurznachrichten und E-Mails bis hin zu Videoanrufen.

Erwartungsgemäß wird auch die Mehrzahl von Außerhausangeboten seltener als vor fünf Jahren aufgesucht: Vom Kneipen- oder Discobesuch über Zuschauer- oder Vereinssport bis hin zu Gottesdiensten und privaten Feiern.

„2020 war und ist für die Freizeitbranche insgesamt ein schwieriges Jahr: Verbote und Verunsicherungen auf der einen Seite, laufende Kosten und Verantwortung gegenüber Mitarbeitern auf der anderen. Dies stellt viele Unternehmen vor große Herausforderungen. Aber es gibt auch positive Entwicklungen in Form von neuen, innovativen Konzepten sowie Solidarität und Unterstützung seitens der Kunden“, so der Wissenschaftliche Leiter der BAT-Stiftung, Professor Dr. Ulrich Reinhardt.

Created with Highcharts 3.0.4Die Gewinner im 5-Jahres-VergleichVon je 100 Befragten nennen als Freizeitaktivitäten:+44+26+24+20+19+17+17+15+15+12+10+10+10+8+8+7+4+4+3+2Veränderung 2015 zu 2020 in ProzentpunktenWöchentliche AktivitätenMit Smartphone spielen, surfen, chattenMusik hörenSocial-Media nutzenFaulenzen, Nichtstun, ChillenPrivate E-Mails lesen/schreibenVideospiele spielenOnlineshoppingSpazieren gehenEinem Hobby nachgehenSich mit der Familie treffenMonatliche AktivitätenSich künstlerisch beschäftigenE-Book lesenTagesausflug machenHandarbeitenGesellschafts- oder KartenspieleJogging, Walking o. ä.CampingKreuzworträtsel oder Sudoku lösenHeimwerken / Do-it-yourselfPostkarten / Briefe schreiben2015: 28%    2020: 72%    2015: 54%    2020: 80%    2015: 41%    2020: 65%    2015: 40%    2020: 60%    2015: 62%    2020: 81%    2015: 10%    2020: 27%    2015: 05%    2020: 22%    2015: 40%    2020: 55%    2015: 29%    2020: 44%    2015: 15%    2020: 27%      2015: 12%    2020: 22%    2015: 12%    2020: 22%    2015: 27%    2020: 37%    2015: 11%    2020: 19%    2015: 31%    2020: 39%    2015: 20%    2020: 27%    2015: 01%    2020: 05%    2015: 33%    2020: 37%    2015: 36%    2020: 39%    2015: 10%    2020: 12%    www.stiftungfuerzukunftsfragen.de
Daten als Tabelle
Die Gewinner im 5-Jahres-Vergleich — Von je 100 Befragten nennen als Freizeitaktivitäten:
20152020Veränderung 2015 zu 2020 in Prozentpunkten
Wöchentliche Aktivitäten
Mit Smartphone spielen, surfen, chatten2872+44
Musik hören5480+26
Social-Media nutzen4165+24
Faulenzen, Nichtstun, Chillen4060+20
Private E-Mails lesen/schreiben6281+19
Videospiele spielen1027+17
Onlineshopping522+17
Spazieren gehen4055+15
Einem Hobby nachgehen2944+15
Sich mit der Familie treffen1527+12
Monatliche Aktivitäten
Sich künstlerisch beschäftigen1222+10
E-Book lesen1222+10
Tagesausflug machen2737+10
Handarbeiten1119+8
Gesellschafts- oder Kartenspiele3139+8
Jogging, Walking o. ä.2027+7
Camping15+4
Kreuzworträtsel oder Sudoku lösen3337+4
Heimwerken / Do-it-yourself3639+3
Postkarten / Briefe schreiben1012+2
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Created with Highcharts 3.0.4Die Verlierer im 5-Jahres-VergleichVon je 100 Befragten nennen als Freizeitaktivitäten:−28−28−24−22−16−11−10−5−5−3−10−8−7−7−6−5−4−3−3−2Veränderung 2015 zu 2020 in ProzentpunktenWöchentliche AktivitätenTelefonieren (von zu Hause)Zeitung / Zeitschriften lesenSich in Ruhe pflegenTelefonieren (von unterwegs)Radio hörenFernsehenMit dem Auto / Motorrad cruisenAusschlafenMit Nachbarn treffen / plaudernMittagsschlaf haltenMonatliche AktivitätenSich persönlich weiterbildenVideo-, DVD- o.ä. Filme sehenEinladen oder eingeladen werdenIn eine Kneipe oder Bar gehenMit Enkeln / Großeltern etwas machenDisco oder Club besuchenIn einem Verein aktiv seinBei Sportveranstaltungen zuschauenGottesdienst / Kirche besuchenPrivate Feste / Partys feiern2015: 89%    2020: 61%    2015: 73%    2020: 45%    2015: 59%    2020: 35%    2015: 75%    2020: 53%    2015: 91%    2020: 75%    2015: 97%    2020: 86%    2015: 36%    2020: 26%    2015: 62%    2020: 57%    2015: 41%    2020: 36%    2015: 29%    2020: 26%      2015: 32%    2020: 22%    2015: 45%    2020: 37%    2015: 52%    2020: 45%    2015: 35%    2020: 28%    2015: 35%    2020: 29%    2015: 14%    2020: 09%    2015: 29%    2020: 25%    2015: 24%    2020: 21%    2015: 13%    2020: 10%    2015: 21%    2020: 19%    www.stiftungfuerzukunftsfragen.de
Daten als Tabelle
Die Verlierer im 5-Jahres-Vergleich — Von je 100 Befragten nennen als Freizeitaktivitäten:
20152020Veränderung 2015 zu 2020 in Prozentpunkten
Wöchentliche Aktivitäten
Telefonieren (von zu Hause)8961−28
Zeitung / Zeitschriften lesen7345−28
Sich in Ruhe pflegen5935−24
Telefonieren (von unterwegs)7553−22
Radio hören9175−16
Fernsehen9786−11
Mit dem Auto / Motorrad cruisen3626−10
Ausschlafen6257−5
Mit Nachbarn treffen / plaudern4136−5
Mittagsschlaf halten2926−3
Monatliche Aktivitäten
Sich persönlich weiterbilden3222−10
Video-, DVD- o.ä. Filme sehen4537−8
Einladen oder eingeladen werden5245−7
In eine Kneipe oder Bar gehen3528−7
Mit Enkeln / Großeltern etwas machen3529−6
Disco oder Club besuchen149−5
In einem Verein aktiv sein2925−4
Bei Sportveranstaltungen zuschauen2421−3
Gottesdienst / Kirche besuchen1310−3
Private Feste / Partys feiern2119−2
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Freizeit in Coronazeiten: Privat. Pragmatisch. Produktiv

Abstandsregeln und Einlasskontrollen im Supermarkt, weniger Tische und Speisen in Restaurants, dazu noch Unsicherheit und Bequemlichkeit – all dies hat dazu geführt, dass zahlreiche Bundesbürger ihr Essen online bestellen (37%) und ihre Lebensmittel im Internet ordern (18%). Aber nicht nur in puncto Essen, auch in der individuellen Freizeitgestaltung der Bundesbürger werden die Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich:

  • Autokinos waren viele Jahre lang nur etwas für Nostalgiker und Cineasten, doch dank Corona erfreut sich diese Freizeitaktivität – gerade im Sommer – einer neuen Beliebtheit (5%). Entsprechend werden Marktplätze, Parks und Sportstadien umfunktioniert und zeigen klassische wie auch neue Filme.
  • Endlich einmal die Mona Lisa im Louvre sehen, durch das Guggenheim Museum in New York schlendern, einem Konzert in der Elbphilharmonie lauschen oder aus der ersten Reihe die Rolling Stones spielen sehen. All das ist möglich – zumindest virtuell. Fast jeder zehnte Bundesbürger (9%) kann sich aktuell für den „Besuch“ von virtuellen Events begeistern.
  • Sei es eine neue Sprache, eine Sportart oder eine handwerkliche Fertigkeit – knapp jeder vierte Deutsche (23%) lernte in den vergangenen Monaten eine neue Fähigkeit.
  • Viele Bürger haben die Zeit genutzt, um ein altes Hobby wiederzuentdecken (24%), das eigene Heim zu verschönern bzw. gleich zu renovieren (25%) oder sich neuen Do-it-Yourself Projekten zu widmen (39%). Entsprechend boomt der Heimwerkermarkt.
  • Wer sich nicht persönlich treffen kann oder will, weicht auf die digitalen Möglichkeiten aus. Ob Zoom, Teams, Skype oder ein anderes Programm: Videotelefonie ist zu einer praktikablen Alternative geworden (41%). So verlegen nicht nur viele Firmen ihre Meetings und Sitzungen in den virtuellen Raum, auch der familiäre Austausch und der Kontakt zu Freunden findet oftmals auf diesem Wege statt.
  • Egal ob der Besuch im Fitnessstudio, Mannschafts- oder Hallensport – auf viele sportliche Aktivitäten mussten die Bundesbürger in den vergangenen Monaten verzichten. Um trotzdem fit zu bleiben und die Corona-Kilos nicht überhand werden zu lassen, sind zwei von fünf Bürgern (41%) zu Hause sportlich aktiv. Dies kann das Workout vor dem Fernseher, die virtuelle Yogastunde oder das Laufband im Arbeitszimmer sein.
  • Rund jeder zweite Bundesbürger (50%) widmete sich lange aufgeschobenen (unliebsamen) Aufgaben – von der Steuererklärung über die persönliche Ablage bis hin zur Durchsicht der Versicherungen. Zahlreiche Deutsche nutzen die Einschränkungen zudem, um endlich einmal auszumisten oder gründlich aufzuräumen. Entsprechend verzeichnen eBay Kleinanzeigen, Kleiderkreisel und ähnliche Anbieter teils zweistellige Zuwachsraten.
  • Immer weniger traditionell, immer mehr on demand – so lässt sich das Fernsehverhalten der Bundesbürger zusammenfassen. Was bereits vor der Pandemie bei der jungen Generation weitestgehend selbstverständlich war, hat jetzt auch weite Teile der übrigen Bevölkerung erreicht. Fast drei von fünf Bürgern (58%) nutzen regelmäßig die Angebote von Netflix, Sky, Amazon Prime oder ähnlichen Anbietern.

Zehn verschiedene Aktivitäten pro Tag: Mehr tun in gleicher Zeit

Jeder Bundesbürger geht pro Tag durchschnittlich zehn unterschiedlichen Freizeitbeschäftigungen nach. Im 5-Jahres-Vergleich ist dies eine Zunahme um zwei Aktivitäten (2015: 8). Würde man die durchschnittliche Freizeit pro Tag zu Grunde legen, bliebe für jede Aktivität nicht einmal eine halbe Stunde. Allerdings üben die Bundesbürger viele Aktivitäten parallel und nicht nacheinander aus.

So wird z.B. während des Fernsehens zu Abend gegessen, im Internet gesurft, telefoniert, gebügelt oder sich unterhalten. Trotz dieser Parallelnutzung dauert kaum eine Aktivität noch länger als zwei Stunden – spätestens dann wollen die meisten etwas anderes machen.

Reinhardt: „Die immer weiter steigende Anzahl von Freizeitbeschäftigungen stößt zunehmend an zeitliche Grenzen. Zwei mögliche Auswege bieten sich an: Entweder arbeiten die Bürger – dank der Digitalisierung – in Zukunft weniger und haben mehr freie Zeit zur Verfügung oder sie reduzieren die Anzahl ihrer Aktivitäten. Passiert beides nicht, wird der Stress weiter zunehmen. So verliert die Freizeit nicht nur ihre Faszination sondern auch ihre Funktion der Regeneration von und für die Arbeit, des Kontrastes zur Alltagsroutine oder schlichtweg des Spaßhabens.“

Created with Highcharts 3.0.4Zehn typische Freizeitaktivitäten in Coronazeiten Was die Mehrheit der Deutschen in ihrer Freizeit machtVon je 100 Befragten geben an, mindestens einmal im Monat folgende Freizeitaktivität auszuüben:585041413925242395Serien und Filme streamenAufgeschobene Dinge erledigenSport daheim betreibenVideoanrufe tätigenHeimwerken / Do-it-yourselfEigenheim verschönern / renovierenAltes Hobby wieder für sich entdeckenEtwas Neues lernenAn einem virtuellen Event teilnehmenIns Autokino / Autokonzert fahrenwww.stiftungfuerzukunftsfragen.de
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Zehn typische Freizeitaktivitäten in Coronazeiten Was die Mehrheit der Deutschen in ihrer Freizeit macht — Von je 100 Befragten geben an, mindestens einmal im Monat folgende Freizeitaktivität auszuüben:
Serien und Filme streamen58
Aufgeschobene Dinge erledigen50
Sport daheim betreiben41
Videoanrufe tätigen41
Heimwerken / Do-it-yourself39
Eigenheim verschönern / renovieren25
Altes Hobby wieder für sich entdecken24
Etwas Neues lernen23
An einem virtuellen Event teilnehmen9
Ins Autokino / Autokonzert fahren5
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Was wir gerne häufiger machen würden: Aktiv. Regenerativ. Kommunikativ.

Derzeit können viele Freizeitangebote nur begrenzt oder gar nicht ausgeübt werden. Entsprechend umfangreich sind die Wünsche für die Zeit nach Corona. Besonders groß ist dabei das Bedürfnis nach spontanen Unternehmungen und Verabredungen. Mehr als drei von vier Bundesbürgern hoffen, langfristig wieder kurzfristige Entscheidungen treffen zu können, um so den eigenen Freizeitwünschen gerecht zu werden.

Hierbei spielen außerhäusliche sowie soziale und regenerative Aktivitäten die größte Rolle. Drei Viertel wollen sich öfter in der Natur aufhalten und fast ebenso viele etwas für die eigene Gesundheit tun, einen Tagesausflug machen, Freunde treffen, Essen gehen, Zeit mit der Familie oder dem Partner verbringen. Auch Ausschlafen, Nichtstun oder einfach mal in der Badewanne liegen kommt für die Mehrheit derzeit zu kurz. Ebenfalls lässt sich ein Nachholbedürfnis nach Sport und Kultur, Unterhaltung und Erlebnissen nachweisen.

Im Vergleich zur Untersuchung im Jahr 2015 fällt auf, dass deutlich mehr Wünsche geäußert werden. Wurden vor fünf Jahren gerade einmal 12 Aktivitäten von der Mehrheit genannt, sind es aktuell 32.

„Viele Bürger vermissen derzeit die Routine und den Alltag von 2019. Sie sehnen sich nach der Vertrautheit, der Sicherheit und den Wahlmöglichkeiten, die die Freizeit ihnen immer geboten hat. Dabei ist kritisch zu hinterfragen, was wirklich vermisst wird und auf was in Zukunft vielleicht auch verzichtet werden kann“, stellt der Leiter der Untersuchung, Professor Reinhardt, fest.

„Freizeit definiert sich stets über die Freiwilligkeit, ist also eine Tätigkeit, die ohne Druck, Erwartungen, Stress oder Verpflichtungen stattfindet. Insofern könnte die derzeitige Situation auch ein Startsignal für eine veränderte Freizeitgestaltung sein. Letztendlich muss jeder Bürger sich selbst fragen, welche Freizeitgestaltung ihm wirklich Freude und Spaß bringt, guttut und glücklich macht“, so Reinhardt.

Created with Highcharts 3.0.4Die zehn größten Freizeitwünsche Was in der Freizeit zu kurz kommtVon je 100 Befragten würden in ihrer Freizeit gerne häufiger folgenden Aktivitäten nachgehen:77757372717171686767Spontan tun, wozu man gerade Lust hatIn der Natur aufhaltenEtwas für die eigene Gesundheit tunTagesausflug machenAußerhäuslich mit Freunden treffenAusschlafenMit Freunden zu Hause treffenEssen gehenSpazieren gehenSich mit der Familie treffenwww.stiftungfuerzukunftsfragen.de
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Die zehn größten Freizeitwünsche Was in der Freizeit zu kurz kommt — Von je 100 Befragten würden in ihrer Freizeit gerne häufiger folgenden Aktivitäten nachgehen:
Spontan tun, wozu man gerade Lust hat77
In der Natur aufhalten75
Etwas für die eigene Gesundheit tun73
Tagesausflug machen72
Außerhäuslich mit Freunden treffen71
Ausschlafen71
Mit Freunden zu Hause treffen71
Essen gehen68
Spazieren gehen67
Sich mit der Familie treffen67
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Technische Daten der Untersuchung

Anzahl und Repräsentanz: Über 2.000 Personen im Alter von 18 bis 74 Jahren in Deutschland
Zeitraum der Befragung: August 2020
Methode: CAWI
Befragungsinstitut: Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), Nürnberg

Ihre Ansprechpartnerin

Ayaan Güls
Pressesprecherin

Tel. 040/4151-2264
Fax 040/4151-2091
guels@zukunftsfragen.de

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