Weshalb Weiterbildungen die Zukunft gehört

Chart der Woche, 2024-KW14

4. April 2024

Ergebnis

Vier von fünf Bürgern sind gewillt sich ein Leben lang weiterzubilden. Innerhalb der Bevölkerung gibt es nur geringe Unterschiede, wobei Selbstständige eine etwas höhere und Berufslose eine etwas geringere Bereitschaft zeigen.  Entgegen dieser positiven Einstellung, nimmt derzeit nur etwa die Hälfte der Bevölkerung mindestens einmal im Jahr an Weiterbildungsmaßnahmen teil.

 

Gründe

Viele Bürger fühlen sich durch Zeit- und Arbeitsdruck eingeschränkt und geben Weiterbildungsmöglichkeiten oft zugunsten anderer Verpflichtungen auf. Hinzu kommt die mangelnde Kenntnis über verfügbare Weiterbildungsangebote sowie finanzielle Hürden, die den Zugang zu Bildungsressourcen einschränken.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die fehlende Motivation oder das Fehlen eines klaren Ziels für die persönliche Entwicklung. Ohne ein starkes persönliches Interesse oder eine klare berufliche Notwendigkeit ist es schwierig, den Anreiz für die Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen zu finden. Auch die Angst vor Veränderung oder dem Verlassen der eigenen Komfort- oder Kompetenzzone halten viele davon ab, sich neuen Inhalten oder Herausforderungen zu stellen. Darüber hinaus besteht zu Weilen eine gewisse Unsicherheit oder gar Angst vor dem Lernprozess als solchen. Des Weiteren verhindern externe Barrieren wie fehlende Unterstützung vom Arbeitgeber sowie ein zeitlich, räumlich oder inhaltlich nicht passendes Weiterbildungsangebot die Teilnahme.

Die höhere Bereitschaft von Selbstständigen zu Fortbildungsmaßnahmen beruht auf einer oftmals direkten Auswirkung auf den beruflichen Erfolg, beispielsweise in einem erweiterten Angebot, neuen Produkten oder Kostenersparnissen. Berufslose haben hingegen häufig eine niedrigere Bereitschaft, da sie keine unmittelbaren und konkreten beruflichen Anreize haben oder nur wenige für sie interessante Angebote finden.

 

Prognose

Die Vorteile des lebenslangen Lernens sind weitreichend. Neben der persönlichen Entwicklung und beruflichen Weiterentwicklung trägt lebenslanges Lernen auch zur Anpassungsfähigkeit in einer sich ständig verändernden Arbeitswelt bei. Indem neue Fähigkeiten erlernt oder Wissen aktualisiert wird, bleibt man wettbewerbsfähig und kann den Anforderungen des Arbeitsmarktes besser gerecht werden. Darüber hinaus fördert lebenslanges Lernen die kognitive Gesundheit und trägt dazu bei, geistig fit und agil zu bleiben, selbst im höheren Lebensalter. Entsprechend wichtig und notwendig ist es sich lebenslang weiterzubilden. Zukünftig werden dies zunehmend mehr Bürger erkennen.

Parallel dazu wird sich die Bildungslandschaft weiterentwickeln, um flexiblere und zugänglichere Lernmöglichkeiten zu bieten, die den Bedürfnissen einer breiten Bevölkerung gerecht werden. Durch die Integration von Online-Lernplattformen, virtuellen Kursen und anderen innovativen Lehrmethoden wird es einfacher werden, sich kontinuierlich weiterzubilden, unabhängig von Zeit und Ort.

Und auch Politik und Unternehmen werden zunehmend mehr Maßnahmen ergreifen, um das lebenslange Lernen zu fördern. Sei es um wettbewerbsfähig zu bleiben oder künftigen Herausforderungen besser begegnen zu können.

Ihre Ansprechpartnerin

Ayaan Güls
Pressesprecherin

Tel. 040/4151-2264
Fax 040/4151-2091
guels@zukunftsfragen.de

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