Jeden dritten Bürger stresst der Geschenkeeinkauf

Chart der Woche, 2022-KW49

8. Dezember 2022

 

Ergebnis

Jeder dritte Bundesbürger fühlt sich durch den Geschenkeeinkauf für Weihnachten gestresst. Geschlecht, Einkommen oder Ortsgröße spielen hierbei kaum eine Rolle, wohl aber die Lebensphase. So geben insbesonders junge Erwachsene, Eltern und Paare an, das Stöbern durch die Einkaufsstraßen oder die Geschenkesuche im Internet als anstrengend zu empfinden. Bei den Ruheständlern und Jungsenioren sind es dagegen deutlich weniger. Positiv anzumerken ist die Tatsache, dass zwei Drittel der Bundesbürger den Geschenkeeinkauf nicht als stressig betrachten, sondern diesen (im Gegenteil) durchaus genießen.

 

Gründe

Wir leben zweifelsfrei in einer schnelllebigen Zeit und gerade der Dezember gleicht oftmals einer Stressrallye: Der Anspruch besteht, die Vorweihnachtszeit zu nutzen und noch möglichst viel zu erledigen, um dann die Feiertage zu genießen. In der Praxis heißt dieses – neben der Arbeit, dem Haushalt, den sonstigen üblichen Verpflichtungen, der Familie und den Freunden – auch noch die Vorbereitungen für Weihnachten zu treffen. Die eigenen vier Wände sollen dekoriert und schön gemacht werden, das Essen geplant, die Termine organisiert, der Baum gekauft und geschmückt werden. Und dazu dann noch die Suche nach den passenden Geschenken für die Liebsten, die möglichst individuell, selbstgemacht, persönlich ausgesucht und dabei nicht zu teuer, aber auch nicht zu günstig sein sollen – eben perfekt.

In der Konsequenz steigt der Stresslevel, wobei beim Geschenkeeinkauf die Gründe innenhalb der Bevölkerung variieren. Die einen stresst das Überlegen, die anderen der Preis oder der Zeitdruck. Auch das Getümmel in den Geschäften oder die Angst, nicht das Richtige gekauft und am Ende doch nur ein Kompromissgeschenk gefunden zu haben, setzt viele Bürger unter Druck. Das Internet ist hierbei Fluch und Segen zu gleich. Einerseits offeriert es fast unendliche Möglichkeiten, das ideale Präsent zu finden, anderseits kostet auch das Suchen auf dem heimischen Sofa Zeit und Nerven. Dazu kommt noch die Sorge vielleicht zu viel zu zahlen oder ein noch passenderes Geschenk finden zu können.

 

Prognose

Viele Bürger sehnen sich an Weihnachten nach Entschleunigung und Besinnlichkeit. Um dieses auch umzusetzen, gilt es auf der einen Seite langfristig zu planen, Aufgaben zu verteilen und Termine zu reduzieren. Auf der anderen Seite aber auch eines Nachdenkens, was wirklich notwendig ist, wo gegebenenfalls der eigene Anspruch reduziert werden kann und was einem selbst wichtig ist. Und eines der schönsten Geschenke, egal ob für Kinder, Eltern oder Großeltern, für Singles, Paare oder Familien, ist ohnehin gemeinsame Zeit und diese ist für beide – dem Schenkenden und Beschenkten – stressfrei.

Ihre Ansprechpartnerin

Carina Mönkemeyer
Pressesprecherin

Tel. 040/4151-2264
Fax 040/4151-2091
moenkemeyer@zukunftsfragen.de

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