Von Wearables zu Chips unter der Haut: Science-Fiction oder Realität?

Chart der Woche, 2023-KW40

5. Oktober 2023

 

 

Ergebnis

Jeder fünfte Bundesbürger erwartet eine zunehmende Verbreitung von Chips am und im menschlichen Körper zur Identifikation und Lokalisierung – zumindest innerhalb der kommenden zwei Jahrzehnte. Bei den Jüngeren ist es etwa jeder Vierte, der diese Erwartung teilt, bei den über 55-Jährigen kann sich dieses dagegen lediglich knapp jeder Siebte vorstellen.

 

Gründe

Bereits heute nutzen viele Bürger Airtags, Smarttags und ähnliche Technologien um ihren Schlüsselbund, Koffer oder ihr Auto jederzeit orten zu können. Auch Wearables wie Fitnesstracker oder Smart Glasses -Shoes, -Rings, die meist über Bluetooth mit dem eigenen Smartphone verbunden werden, erfreuen sich einer steigenden Beliebtheit, bieten sie doch Funktionen wie Gesundheitsüberwachung, Schlafzyklusmessung, Navigation und Standortbestimmung sowie zahlreiche weitere Möglichkeiten.
Das größere Interesse der jüngeren Generation an neuen technischen Geräten und deren Möglichkeiten spiegelt sich in ihrer offeneren Einstellung wider. Viele ältere Bürger haben hingegen größere Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes, der Sicherheit und der möglichen Risiken, die mit der Nutzung solcher Technologien einhergehen könnten.
So groß die Verbreitung und Akzeptanz solcher Chips auch ist, die große Mehrheit kann es sich dennoch nicht vorstellen diese zukünftig am und im Körper zu haben. Viele Bürger haben Bedenken bezüglich Missbrauches durch die Technologie und fürchten eine zunehmende Abhängigkeit von technischen Geräten. Auch bestehen ethische Vorbehalte und Sorgen hinsichtlich der individuellen Freiheit, sowie Angst vor Gesundheitsrisiken und Stigmatisierung.

 

Prognose

Technisch ist es bereits gegenwärtig möglich mit Implantaten Türen zu öffnen, Zahlungen zu tätigen oder sich zu identifizieren. Auch im medizinischen Bereich und bei Personen mit Einschränkungen sind unter der Haut befindliche Chips eine wertvolle Hilfe und Unterstützung. In Zukunft werden diese und zahlreiche weitere Anwendungsgebiete von einem Teil der Bevölkerung als nützlich, bequem, sicher sowie effizient angesehen und entsprechend genutzt werden.
Gleichzeitig werden aber auch in den kommenden Jahrzehnten viele Bundesbürger Bedenken in Hinsicht auf Datenschutze und Ethik haben. Es wird daher entscheidend sein, klare Regulierungsrichtlinien und Sicherheitsmaßnahmen zu entwickeln, um das Vertrauen der breiten Öffentlichkeit zu gewinnen und gleichzeitig die Potenziale dieser Technologie zu nutzen.

Ihre Ansprechpartnerin

Ayaan Güls
Pressesprecherin

Tel. 040/4151-2264
Fax 040/4151-2091
kontakt@stiftungfuerzukunftsfragen.de

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