Chart der Woche, 2025-KW29

17. Juli 2025

(inkl. Grafiken wenn vorhanden)

Wohnwünsche fürs Alter

Von je 100 Befragten möchten im Alter wie folgt wohnen:

Gesamt 18-34 Jahre 35-54 Jahre 55-74 Jahre Selbstständig in eigener Wohnung 30 25 27 37 In eigener Wohnung mit ambulanter Pflege 17 15 15 20 Wohnen auf dem Land inmitten der Natur 16 21 17 11 Eigene Wohnung mit zusätzlichen Service 14 15 14 15 In einer Altenwohnung (Betreutes Wohnen) 12 10 12 13 In einer Senioren-Wohngemeinschaft 9 13 8 6 In einem Alters- oder Pflegeheim mit Vollversorgung 9 10 8 9 Zentral wohnen mitten in der Stadt 9 11 8 8 In einer Seniorenresidenz mit Angeboten und Rundumversorgung 8 11 7 6 In einer Hausgemeinschaft mit Freunden 7 12 7 5 Im Haushalt der eigenen Kinder 7 11 7 4 In einem Alterswohnsitz in der Sonne 6 10 8 3 In einer Haus- und Baugemeinschaft 5 9 5 2 Als Sozialhilfeempfänger auf der Straße 5 8 5 2 Auf einem Kreuzfahrtschiff mit Service und Betreuung 4 9 3 2
Online Repräsentativbefragung von 2.000 Personen ab 18 Jahren durch die GfK in Deutschland
Daten als Tabelle
Wohnwünsche fürs Alter — Von je 100 Befragten möchten im Alter wie folgt wohnen:
Gesamt 18-34 Jahre 35-54 Jahre 55-74 Jahre
Selbstständig in eigener Wohnung30252737
In eigener Wohnung mit ambulanter Pflege17151520
Wohnen auf dem Land inmitten der Natur16211711
Eigene Wohnung mit zusätzlichen Service14151415
In einer Altenwohnung (Betreutes Wohnen)12101213
In einer Senioren-Wohngemeinschaft91386
In einem Alters- oder Pflegeheim mit Vollversorgung91089
Zentral wohnen mitten in der Stadt91188
In einer Seniorenresidenz mit Angeboten und Rundumversorgung81176
In einer Hausgemeinschaft mit Freunden71275
Im Haushalt der eigenen Kinder71174
In einem Alterswohnsitz in der Sonne 61083
In einer Haus- und Baugemeinschaft 5952
Als Sozialhilfeempfänger auf der Straße5852
Auf einem Kreuzfahrtschiff mit Service und Betreuung4932
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Ergebnis

Viele Menschen möchten im Alter möglichst lange selbstbestimmt in ihrer eigenen Wohnung leben. Dabei geht es nicht nur um Barrierefreiheit, sondern auch um Sicherheit, Autonomie und Anschluss an das soziale Umfeld. Wohnformen mit unterstützenden Angeboten – etwa ambulante Pflege oder hausnahe Dienstleistungen – gewinnen an Bedeutung, klassische Pflegeeinrichtungen rücken meist erst in höherem Alter in den Fokus.

Gemeinschaftliches Wohnen im Alter wird zunehmend diskutiert, bleibt bislang aber eine Ausnahme. Die Mehrheit bevorzugt Wohnlösungen, die Rückzug ermöglichen, aber bei Bedarf Unterstützung bieten. Der Wunsch nach Kontinuität ist hoch – viele möchten bleiben, wo sie sind.

Gründe

Die bestehenden Wohnverhältnisse sind häufig nicht auf die Bedürfnisse im Alter ausgerichtet. Ein Großteil der Wohnungen ist nicht barrierearm, Umzüge sind organisatorisch und finanziell anspruchsvoll, passende Alternativen oft schwer zu finden.

Gleichzeitig nimmt der Unterstützungsbedarf im Alter zu – die Zahl der pflegebedürftigen Menschen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Dennoch bleibt der Wunsch nach Selbstständigkeit stabil. Internationale Modelle zeigen, dass flexible, mehrstufige Wohnformen mit abgestuften Unterstützungsangeboten diesen Anforderungen gerecht werden können.

Zudem gewinnt das Thema Gemeinschaft an Bedeutung – nicht im Sinne enger Bindung, sondern als Möglichkeit, Verantwortung zu teilen und soziale Isolation zu vermeiden.

Prognose

In einer älter werdenden Gesellschaft wird die Frage nach geeigneten Wohnformen weiter an Bedeutung gewinnen. Benötigt werden Angebote, die zwischen Eigenständigkeit und Pflege vermitteln, bezahlbar sind und unterschiedliche Lebensentwürfe berücksichtigen.

Altersgerechter Umbau, quartiersnahe Konzepte und neue Wohnmodelle sind zentrale Stellschrauben. Ebenso wichtig ist eine Kultur des Alterns, die auf Teilhabe, Wahlfreiheit und Würde setzt – nicht erst im Pflegefall, sondern bereits in der Planung des Wohnens.

Wohnen im Alter ist damit nicht nur ein individuelles Anliegen – sondern eine gesellschaftliche Zukunftsaufgabe.

Ihre Ansprechpartnerin

Ayaan Güls
Pressesprecherin

Tel. 040/4151-2264
Fax 040/4151-2091
guels@zukunftsfragen.de

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