Chart der Woche, 2025-KW28

10. Juli 2025

(inkl. Grafiken wenn vorhanden)

Mängel am Wohnraum

Von je 100 Befragten sagen:

Wohnraum und Infrastruktur Zu wenig bezahlbarer Wohnraum 41 Schlaglöcher in den Straßen und Fahrradwegen 37 Mangelnde medizinische Versorgung 28 Unzureichender öffentlicher Nahverkehr 27 Umweltbelastung durch Verkehr oder Industrie 15 Fehlende barrierefreie Infrastruktur für Ältere und Bürger mit Einschränkungen 14 Fehlende Kinderspielplätze 13 Soziale und gesellschaftliche Angebote Fehlende Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene 23 Mangelndes kulturelles Angebot 17 Mangelnde Ganztagsbetreuung für Kinder 13 Mangelnde Kooperation zwischen Bürgern und Gemeindeverwaltung 12 Familienfeindliche Strukturen 12 Mangelnde Nachbarschaftshilfen 11 Sicherheit und Kriminalität Hohe Kriminalität 19 Fehlende Sicherheitsmaßnahmen 16 Soziale Ungleichheit und Integration Überfremdung durch zu viele Ausländer 27 Zunehmende soziale Ungleichheit und Armut 25 Fehlende oder unzureichende Integration von Zugewanderten 15
Online Repräsentativbefragung von 2.000 Personen ab 18 Jahren durch die GfK in Deutschland
Daten als Tabelle
Mängel am Wohnraum — Von je 100 Befragten sagen:
Wohnraum und Infrastruktur
Zu wenig bezahlbarer Wohnraum41
Schlaglöcher in den Straßen und Fahrradwegen37
Mangelnde medizinische Versorgung 28
Unzureichender öffentlicher Nahverkehr 27
Umweltbelastung durch Verkehr oder Industrie 15
Fehlende barrierefreie Infrastruktur für Ältere und Bürger mit Einschränkungen14
Fehlende Kinderspielplätze13
Soziale und gesellschaftliche Angebote
Fehlende Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene23
Mangelndes kulturelles Angebot 17
Mangelnde Ganztagsbetreuung für Kinder13
Mangelnde Kooperation zwischen Bürgern und Gemeindeverwaltung12
Familienfeindliche Strukturen 12
Mangelnde Nachbarschaftshilfen11
Sicherheit und Kriminalität
Hohe Kriminalität19
Fehlende Sicherheitsmaßnahmen 16
Soziale Ungleichheit und Integration
Überfremdung durch zu viele Ausländer27
Zunehmende soziale Ungleichheit und Armut25
Fehlende oder unzureichende Integration von Zugewanderten15
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Ergebnis

Strukturelle Defizite prägen das Lebensgefühl vieler Bürger am Wohnort. Am häufigsten werden dabei der Mangel an bezahlbarem Wohnraum und infrastrukturelle Schwächen wie Schlaglöcher in Straßen oder eine unzureichende medizinische Versorgung genannt. Auffällig sind zudem die Nennungen sozialer Themen wie fehlende Freizeitangebote für Jugendliche oder ein als mangelhaft empfundenes kulturelles Leben. Sicherheitsbedenken und die Sorge vor gesellschaftlicher Spaltung – etwa durch Überfremdung oder soziale Ungleichheit – verdeutlichen zudem, wie sehr sozioökonomische Konflikte das Wohnumfeld beeinflussen.

Gründe

Die Dominanz des Themas Wohnraumknappheit spiegelt die anhaltende Urbanisierung und den damit verbundenen Nachfragedruck in Ballungsräumen wider. Steigende Mietpreise, begrenzte Flächenressourcen und eine unzureichende Neubautätigkeit fördern diese Entwicklung. Infrastrukturelle Mängel resultieren aus Investitionsrückständen und einer nicht immer nachvollziehbaren Verteilung öffentlicher Mittel.  Die Kritik an der medizinischen Versorgung lässt sich dagegen u.a. auf den demografischen Wandel zurückführen, während Defizite im öffentlichen Nahverkehr oft mit schlechten Anbindungen sowie unzureichender Taktung begründet werden.

Die als prekär empfundene soziale Lage – insbesondere fehlende Jugendangebote – verweist auf eine Vernachlässigung kommunaler Daseinsvorsorge, gerade in ländlichen Regionen. Sicherheitsbedenken entstehen hingegen nicht allein aus tatsächlichen Kriminalitätsdaten, sondern auch aus subjektiven Unsicherheitsgefühlen, die durch mediale Berichterstattung verstärkt werden.  Die Nennung von Überfremdung und sozialer Ungleichheit steht in diesem Zusammenhang mit gesellschaftlichen Veränderungsprozessen, die durch unzureichende Integrationsmaßnahmen und wirtschaftliche Polarisierung verschärft werden.

Prognose

Die identifizierten Herausforderungen bieten zugleich Ansatzpunkte für Verbesserungen. Im Bereich Wohnraum zeigen sich bereits erste Erfolge, etwa durch die Förderung innovativer Bauprojekte und die Umnutzung gewerblicher Flächen. Im sozialen Bereich gewinnt die Beteiligung von Bürgern an Bedeutung. Partizipative Stadtentwicklungsprojekte und die Einbindung junger Mitbürger in die Gestaltung von Wohn-, Arbeits- und Freizeitangeboten stärken das Gemeinwesen und mindern Konfliktpotenziale.

Sicherheitsbedenken lassen sich einerseits durch präventive Maßnahmen wie mehr Überwachung, anderseits durch den Ausbau sozialer Arbeit entschärfen. Gleichzeitig werden transparentere Kriminalstatistiken und eine stärkere Einbindung der Bevölkerung in Sicherheitsfragen zur Vertrauensbildung und einem steigenden Sicherheitsgefühl beitragen.  Langfristig deuten sich insgesamt positive Entwicklungen an, jedoch bleibt es auch in Zukunft entscheidend die Bedürfnisse aller Bevölkerungsgruppen – von Jugendlichen über Zugezogene bis zu Senioren – in die Gestaltung des unmittelbaren Lebensumfelds einzubeziehen.

Ihre Ansprechpartnerin

Ayaan Güls
Pressesprecherin

Tel. 040/4151-2264
Fax 040/4151-2091
guels@zukunftsfragen.de

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